Für ältere Kaminöfen gelten die Grenzwerte für Altanlagen nach § 26 der 1. BImSchV. Millionen Haushalte stehen vor der Frage: Lohnt sich eine Nachrüstung — oder ist ein neuer Kaminofen die bessere Wahl? Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Was gilt für ältere Kaminöfen?
Die 1. BImSchV schreibt vor, dass Kaminöfen, die vor dem 22. März 2010 errichtet wurden, Grenzwerte für Feinstaub (0,15 g/m³) und Kohlenmonoxid (4 g/m³) einhalten müssen; für ab 2015 errichtete Öfen gelten die strengeren Werte der Stufe 2 (0,04 g/m³ Staub, 1,25 g/m³ CO). Öfen mit einem Typschild-Datum zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 21. März 2010, die die Altanlagen-Werte nicht erfüllen, dürfen seit dem 1. Januar 2025 nur noch mit nachgerüsteter Staubminderungseinrichtung betrieben werden, sonst müssen sie stillgelegt oder ausgetauscht werden (Ausnahmen u. a. für Grundöfen, offene Kamine und Herde unter 15 kW).
Option 1: Nachrüstung mit einem Feinstaubfilter
Ein geeigneter Staubabscheider nach dem Stand der Technik (in der Regel ein Elektrofilter mit Eignungsnachweis) erfüllt die Nachrüstpflicht für Altanlagen nach § 26 der 1. BImSchV. Die Kosten hängen stark von Gerät und Einbauaufwand ab und sollten vorab beim Fachbetrieb angefragt werden.
Vorteile der Nachrüstung
- Günstiger als ein Neukauf
- Vertraute Optik bleibt erhalten
- Kein Ofentausch nötig (Einbau vorher mit dem Bezirksschornsteinfeger abstimmen)
Nachteile der Nachrüstung
- Nicht jeder Ofen ist nachrüstbar
- Alter Ofen bleibt ineffizient — höherer Holzverbrauch
- Keine modernen Komfortfunktionen
- Filterwartung notwendig
Option 2: Neuen Kaminofen kaufen
Neu gekaufte Kaminöfen benötigen im Gegensatz zu älteren Bestandsöfen keine Nachrüstung. Gleichzeitig sind sie in der Regel effizienter im Holzverbrauch als ältere Modelle.
Vorteile eines neuen Kaminofens
- Kein Nachrüstbedarf — keine weiteren Kosten
- Höherer Wirkungsgrad (bis 80 % und mehr)
- Modernes Design in verschiedenen Farben und Größen
- Längere Lebensdauer
Nachteile eines neuen Kaminofens
- Höhere Anschaffungskosten
- Abnahme durch Schornsteinfeger erforderlich
Wann lohnt sich die Nachrüstung — wann der Neukauf?
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Altgerät hält die Grenzwerte nicht ein, ist aber in gutem Zustand | Nachrüstung prüfen |
| Ofen ist älter als 15–20 Jahre | Neukauf empfohlen |
| Ofen heizt ineffizient / hoher Holzverbrauch | Neukauf lohnt sich |
| Nachrüstkosten über 800 € | Neukauf oft günstiger auf lange Sicht |
| Sie möchten mehr Komfort oder modernes Design | Neukauf |
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Alle Holzöfen im Pelios-Shop sind nach EN 13240 geprüft und CE-gekennzeichnet; Hersteller ist die Gekas Metal Group S.A. aus Griechenland, ein Familienunternehmen mit über 40 Jahren Erfahrung. Ob ein Modell am Aufstellort betrieben werden darf (inkl. 1. BImSchV), klärt der Bezirksschornsteinfeger.
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Fazit
In den meisten Fällen lohnt sich der Neukauf eines modernen Kaminofens mehr als die Nachrüstung — besonders wenn der alte Ofen bereits über 15 Jahre alt ist. Ob sich die Mehrkosten durch geringeren Holzverbrauch amortisieren, hängt vom Wirkungsgrad des alten Ofens und davon ab, wie viel Sie heizen.


