Das richtige Brennholz
Welches Holz heizt am besten, wie trocken muss es sein und wie lagert man es richtig? Mit Hartholz unter 20 % Restfeuchte holst du das Maximum aus deinem Kaminofen – sauber, heiß und emissionsarm. Hier die wichtigsten Regeln.
Welches Holz für welchen Zweck
Beide haben ihren Platz: Hartholz zum Heizen, Weichholz zum Anzünden.
Hartholz
- Brennt langsam und gleichmäßig
- Lange, heiße Glut – meiste Energie pro Raummeter
- Wenig Funkenflug, ruhiges Flammenbild
- Ideal als Hauptbrennstoff im Kaminofen
Weichholz
- Entzündet sich leicht – perfekt zum Anheizen
- Trocknet schneller als Hartholz
- Brennt schneller ab, mehr Funkenflug
- Als kleines Anzündholz, nicht als Dauerbrand
Brennholz in Zahlen
Restfeuchte
Empfohlener Wert – ideal 15 bis 18 %. Über 25 % ist unzulässig.
Trockenzeit
Buche und Eiche 2–3 Jahre, Birke und Weichholz 1–2 Jahre.
pro kg
Energiegehalt von lufttrockenem Holz, weitgehend unabhängig von der Art.
kWh / Raummeter Buche
Fichte nur ~1.500 kWh – Hartholz liefert mehr Energie pro Raummeter.
Eignung & Trocknungszeit
| Holzart | Typ | Eignung | Trocknung |
|---|---|---|---|
| Buche | Hartholz | Top-Allrounder: lange Glut, schöne Flamme | 2–3 Jahre |
| Eiche | Hartholz | Höchste Glut, sehr lange Brenndauer | 2–3 Jahre |
| Esche | Hartholz | Ruhiger Abbrand, gut spaltbar | 2 Jahre |
| Birke | Hartholz | Schönes Flammenbild, angenehmer Duft | 1–2 Jahre |
| Fichte / Kiefer | Weichholz | Zum Anzünden, funkt und harzt | 1–2 Jahre |
So trocknet Brennholz optimal
Der häufigste Fehler ist zu feuchtes Holz. Mit der richtigen Lagerung trocknet es schneller und gleichmäßig.
Spalten
Gespaltenes Holz trocknet deutlich schneller als ganze Stämme – mehr Oberfläche.
Luftig stapeln
An einem sonnigen, windigen Platz aufschichten, zwischen den Stapeln Luft lassen.
Vom Boden ab
Auf Paletten oder Latten lagern, damit keine Feuchtigkeit von unten aufsteigt.
Oben abdecken
Nur das Dach abdecken, die Seiten frei lassen – nie luftdicht in Folie packen.
Niemals verbrennen: behandeltes, lackiertes oder imprägniertes Holz, Spanplatten, MDF, beschichtete Bretter, Paletten mit Fremdstoffen oder Abfall. Sie setzen giftige Schadstoffe frei, schädigen Ofen und Schornstein und sind nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz verboten.
Häufige Fragen zu Brennholz
Welches Brennholz ist am besten für den Kaminofen?
Am besten eignet sich gut abgelagertes Hartholz wie Buche, Eiche oder Esche. Es brennt ruhig, lange und mit hoher Glut. Weichholz wie Fichte oder Kiefer eignet sich gut zum Anzünden, brennt aber schneller ab und neigt zum Funkenflug.
Was ist der Unterschied zwischen Hartholz und Weichholz?
Hartholz (Buche, Eiche, Esche, Birke) ist dichter, brennt langsamer und liefert eine lange, gleichmäßige Glut. Weichholz (Fichte, Kiefer, Tanne) entzündet sich leichter und ist ideal zum Anheizen, brennt aber schneller ab und funkt stärker.
Wie trocken muss Brennholz sein?
Brennholz sollte eine Restfeuchte von unter 20 % haben, ideal sind 15 bis 18 %. Die 1. BImSchV erlaubt nur den Einsatz von Holz mit höchstens 25 % Feuchte. Zu feuchtes Holz qualmt, verrußt die Scheibe und liefert deutlich weniger Wärme. Wie Sie sauber heizen, lesen Sie unter Holzofen richtig heizen.
Wie lange muss Brennholz trocknen?
Je nach Holzart 1 bis 3 Jahre. Buche und Eiche brauchen rund 2 bis 3 Jahre, Birke und Weichhölzer etwa 1 bis 2 Jahre. Gespaltenes, luftig gelagertes Holz trocknet deutlich schneller als ungespaltene Stämme.
Wie lagere ich Brennholz richtig?
Gespalten, luftig und überdacht an einem sonnigen, windigen Platz lagern. Das Holz vom Boden abheben (z. B. auf Paletten oder Latten) und nicht luftdicht in Folie einpacken – sonst staut sich Feuchtigkeit und es droht Schimmel. Zwischen den Stapeln Luft lassen.
Wie messe ich die Restfeuchte von Brennholz?
Mit einem Holzfeuchtemessgerät: An einer frisch gespaltenen Stelle in der Mitte des Scheits messen. Liegt der Wert unter 20 %, ist das Holz brennfertig. Frisch geschlagenes Holz hat oft 50 bis 60 % Feuchte.
Welches Holz brennt am längsten und heizt am meisten?
Dichte Harthölzer wie Eiche und Buche brennen am längsten und liefern die meiste Energie pro Raummeter. Eiche hat die höchste Glut, Buche das beste Gesamtpaket aus Brenndauer, Glut und schönem Flammenbild.
Wie viel Energie hat ein Raummeter Brennholz?
Lufttrockenes Holz liefert rund 4 kWh pro Kilogramm. Ein Raummeter Buche entspricht grob 2.100 kWh, ein Raummeter Fichte wegen der geringeren Dichte nur etwa 1.500 kWh. Entscheidend ist also nicht nur die Menge, sondern die Holzart.
Welches Holz darf ich nicht verbrennen?
Verboten sind behandeltes, lackiertes oder imprägniertes Holz, Spanplatten, MDF, beschichtete Bretter, Paletten mit Fremdstoffen sowie Abfall. Sie setzen giftige Schadstoffe frei, schädigen Ofen und Schornstein und sind nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz unzulässig.
Welche Scheitlänge brauche ich für meinen Ofen?
Die Scheite sollten gut in die Brennkammer passen, üblich sind 25, 30 oder 33 cm. Lassen Sie rundum etwas Luft – zu lange Scheite passen nicht sauber, zu kurze rollen leicht gegen die Scheibe.
Woran erkenne ich gutes, trockenes Brennholz?
Trockenes Holz ist leicht, hat Risse an den Enden, klingt beim Aneinanderschlagen hell und die Rinde löst sich leicht. Feuchtes Holz ist schwer, dumpf im Klang und zischt beim Verbrennen.
Ist die Verbrennung von feuchtem Holz verboten?
Ja. Die 1. BImSchV schreibt vor, dass nur Holz mit höchstens 25 % Restfeuchte verbrannt werden darf. Zu feuchtes Holz erzeugt viel Rauch und Feinstaub und ist daher unzulässig – auch der Schornsteinfeger achtet darauf. Ob Ihr Ofen die Grenzwerte erfüllt, prüfen Sie mit dem Austauschpflicht-Checker.
Brennholz richtig wählen, trocknen und lagern
Gutes Brennholz ist der Schlüssel zu einem sauberen, heißen Feuer. Setzen Sie auf gut abgelagertes Hartholz wie Buche oder Eiche mit einer Restfeuchte unter 20 %. Solches Holz brennt ruhig, liefert lange Glut und hält die Sichtscheibe klar. Weichholz wie Fichte ist ideal zum Anzünden. Entscheidend ist immer die Trockenheit: Zu feuchtes Holz qualmt, verrußt und ist nach der 1. BImSchV sogar unzulässig.
- Holzart: Hartholz zum Heizen, Weichholz zum Anzünden.
- Restfeuchte: unter 20 % – mit einem Feuchtemessgerät prüfen.
- Lagern: gespalten, luftig, überdacht, vom Boden abgehoben.
Sauber heizen mit trockenem Holz
Mit trockenem Hartholz und der richtigen Technik holen Sie das Maximum aus Ihrem Ofen. Wie Sie von oben anzünden und die Luft regeln, zeigt unser Ratgeber Holzofen richtig heizen. Tipps zur Reinigung der Scheibe finden Sie unter Kamin-Pflege & Reinigung.
Welche Ofengröße passt?
Wie viel Leistung Ihr Raum braucht, ermitteln Sie mit unserem kW-Rechner. Die passenden Öfen finden Sie in der Holzofen-Kollektion.
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